Kinder sollen lernen, die schriftlichen Rechenverfahren sicher aber nicht ohne nachzudenken auszuführen. Es ist wichtig, dass diese Verfahren auch von den Kindern verstanden werden.

Fehler, die dabei unterlaufen, sind häufig nicht zufällig oder auf Flüchtigkeit zurückzuführen, sondern folgen oft einer Regelhaftigkeit. Sogenannte Fehlermuster, die immer wieder auftauchen, beruhen dabei auf anderen Regelbildungsprozessen, die die Kinder zum Beispiel aus anderen Kontexten übertragen.

Auf den Inhaltsseiten zur Addition, Subraktion, Multiplikation und Division können Sie ihr Wissen über häufig auftretende Fehlermuster bei den schriftlichen Rechenverfahren ‘checken'. Indem Sie diese erkennen und auf weitere Beispiele übertragen, können Sie so ihre Sensibilität im Bereich der schriftlichen Rechenverfahren schulen.

 

DIe Beispiele sind exemplarisch und bilden nicht alle Denkweisen und Fehlvorstellungen von Kindern zum Thema ab. Unsere Interpetationen sind zudem Vermutungen und stellen dabei nicht immer die einzig möglichen dar.

Oft kann man nur vermuten, was hinter den Lösungswegen der Kinder steckt. Das ist selbst dann manchmal der Fall, wenn man mit den Kindern in einen Austausch getreten ist und sie konkret zu ihren Denkweisen befragt.

Wichtig ist noch eines: Nicht all diese Fehler oder Vorgehensweisen treten stets in "Reinform" auf. Es gibt Lösungswege von Kindern, die sich nicht erklären lassen, z.B. wenn unterschiedliche fehlerhafte Denkweisen zusammenkommen. Deshalb müssen wir stets offen für das Denken der Kinder bleiben.