Eine Initiative der
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Interpretationsvorschläge 2

Erfundene Rechengeschichte der Kinder Interpretation
Frau Müller will an ihre Leine Ballons hängen. Sie kauft 4 Bündel an der je drei Ballons befestigt sind.
Das Kind integriert in die Rechengeschichte die relevanten Faktoren und setzt sie entsprechend in der Rechnung um. Das Kind achtet dabei auf die Rolle des Multiplikators und des Multiplikanden.
Lisa hängt Luftballons auf.
Das Kind verwendet für in seiner Rechnung die intendierten Zahlen. Möglicherweise sollte allerdings mit diesem Kind noch einmal die inhaltliche Ausgestaltung einer Rechengeschichte thematisiert werden, da die grundlegenden Informationen, die eine Multiplikation bedingen nicht in der Rechengeschichte angeführt werden.
Das Mädchen Trulla hängt 6 mal 3 Ballons auf
Das Kind bindet die zwei Faktoren sinnhaft in die Rechengeschichte ein und kreiert daraus eine schlüssige Frage/Aufgabe/Antwort-Konstruktion. Allerdings weicht die Rechnung von der Zeichnung ab, da der 1. Faktor um zwei erhöht wird.
Finja hängt bunte Luftballons auf. Erst 3 dann wieder 3 dann wieder 3 dann wieder 3.
An dieser Rechengeschichte wird der Zusammenhang zwischen der Multiplikation und der wiederholenden Addition deutlich. Dieses Kind beschreibt dabei den Vorgang der zeitlich-sukzessiven Handlung, wie er dem Gedanken dieser Grundvorstellung entspricht.
Lisa macht eine Party. Sie hängt Ballons auf. Und es sind immer drei gleiche Ballons.
Bei dieser Rechengeschichte wird der 2. Faktor in die Rechengeschichte aufgenommen; der 1. Faktor wird scheinbar implizit angenommen. Die Bedeutung der zwei Faktoren eines Produktes sollten mit diesem Kind möglicherweise noch einmal besprochen werden.
Leonie macht eine Party und hat 4 · 3 Ballons aufgehängt.
In der Rechengeschichte wird bereits das von der Zeichnung intendierte Produkt vorgestellt. Das Kind hat die multiplikativen Strukturen dieser Zeichnung erkannt und kann sie in eine Rechnung umwandeln; es gelingt ihm somit die Übersetzung der bildlichen Darstellung in die symbolische Schreibweise. Möglicherweise fällt es dem Kind schwer den zeitlich-sukzessiven Vorgang zu beschreiben oder es stützt sich auf die räumlich-simultane Grundvorstellung des letzten Bildes.
Anna hängt die Luftballons auf die Leine. Sie hängt zuerst 3 auf und dann noch mal 3 und dann das noch mal zweimal.
In der Rechengeschichte wird das Schlüsselwort „mal“ für die Beschreibung der Handlungen in den Bildern verwendet. Die Geschichte des Kindes könnte weitere Rechnungen einschließen, wie etwa (3+3) · 2 oder 2 · 3 · 2. Interessant ist bei dieser Rechengeschichte die Antwort. Möglicherweise wird hier das Produkt von 4 · 3 für die Antwort verdoppelt.
Jana hat 3 Kisten. In jede Kiste passen 10 Fotos.
Diese Rechengeschichte macht deutlich, dass unabhängig von der gegebenen Zeichnung, Kinder eigene Geschichten erfinden. Die Rechengeschichte sowie die Frage/Aufgabe/Antwort-Konstruktion sind schlüssig.
Mia hängt jeden Tag 3 Ballons auf, manchmal ist sie sehr erschöpft.
Das Kind erkennt den 1. Faktor und baut diesen in seine Rechengeschichte ein. Der zweite Faktor setzt sich scheinbar aus dem Produkt der intendierten Multiplikation von 4 · 3 zusammen und wird mit diesem gleichgesetzt. Vielleicht sollte bei diesem Kind noch einmal die zeitlich-sukzessive Grundvorstellung und die Übersetzung einer Handlung in Terme und Rückübersetzung thematisiert werden.