Eine Initiative der
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Interpretationsvorschläge 1

Erfundene Rechengeschichte der Kinder Interpretation
Lena hat 6 Boxen. In jeder Box sind 5 Kugeln drin.
Hier werden die relevanten Informationen für eine multiplikative Handlung in der Rechengeschichte vorgegeben und entsprechend in eine Multiplikation umgesetzt.
Lena hat 5 Murmeln und Julia hat 6 Lollis.
Bei dieser Rechengeschichte wird eine Addition beschrieben, die der Grundvorstellung des Vereinigens zugeordnet werden kann. Mit Hilfe der Rechengeschichte werden die beiden Faktoren bzw. die zwei Summanden vorgestellt, allerdings werden sie nicht in den Kontext einer Multiplikation gebracht. Mit diesem Kind könnten multiplikative Alltagshandlungen thematisiert und versucht werden, diese in Terme umzuwandeln.
Friedrich hat 30 Spiele geladen.
Die Rechengeschichte dieses Kindes wird auf Basis des Produktes aufgebaut. Die gewählte Rechengeschichte ist somit gleichzeitig die Antwort auf die Frage. Die beiden Faktoren werden dabei ausschließlich in der Rechnung betrachtet. Somit ergibt sich die angeführte Operation von 6 · 5 nicht aus der Rechengeschichte. Mit diesem Kind könnten noch einmal der Zusammenhang zwischen mathematischen Termen und multiplikativen Handlungen thematisiert werden.
Dieter hat 6 · 5 Tore insgesamt gemacht.
In der Rechengeschichte werden die beiden Faktoren bereits als Multiplikation beschrieben. Das Produkt wird in der Geschichte sprachlich nicht ausgeführt, allerdings wäre dies in diesem Falle möglich gewesen („Dieter hat in sechs Spielen jeweils fünf Tore gemacht.“). Vielleicht ist dem Kind auch nicht klar, was unter einer Rechengeschichte zu verstehen ist. Hier sollte mit dem Kind noch einmal die inhaltliche Bedeutung dieses Begriffs und die Umwandlung von Termen in Alltagsbeispiele thematisiert werden.