Eine Initiative der
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Kompetenzorientierte Analyse

Alex 1
Aus der Aufgabenbearbeitung von Alex geht klar hervor, dass er den Algorithmus der schriftlichen Multiplikation gut beherrscht.
Achten Sie außerdem auf seine rechte Hand. Er nutzt hier sehr deutlich seine Finger als Stütze, um sich den Übertrag bei Zwischenergebnissen zu merken.
Der Fehler, der sich hier zeigt, ist ein reiner Einmaleins-Fehler (6∙3=12).
Kilian
Kilian zeigt hier einen sicheren Umgang mit den benötigten Einmaleins-Aufgaben und geht schließlich auch trotz Überträgen sicher mit der Addition seiner Teilergebnisse um. Allerdings fällt schon zu Anfang der Aufgabenbearbeitung auf, dass er sich bezüglich der stellengerechten Notation unsicher ist. Schließlich entscheidet er sich, die Teilergebnisse unter dem ersten Faktor zu notieren, was schon erahnen lässt, dass ihm die Notwendigkeit der stellengerechten Notation nicht bewusst ist. Dieser Verdacht verhärtet sich dadurch, dass er das zweite Teilergebnis (von 232∙2) nicht entsprechend ausgerückt notiert. Es ist ihm möglicherweise gar nicht bewusst, dass diese Teilrechnung eigentlich der Rechnung 232∙20 entspricht.
Dieser Fehler ist bei Kilian bei jeder Aufgabe zu beobachten. Hier sollte die Lehrperson dringend tätig werden.
Marleen
Marleen macht hier keinen Fehler. Auffällig ist jedoch, dass sie bei der abschließenden Addition „mal“ anstatt „plus“ sagt, die Ergebnisse aber korrekt additiv bestimmt. Dies könnte man auf die Interviewsituation zurückführen und dementsprechend als Flüchtigkeitsfehler o.ä. betrachten, da sie aber bereits im Einstiegsbeispiel genau den Fehler begeht (Multiplikation statt Addition), sollte man dies weiterhin beobachten.
Dieses Video wurde von uns aber vor allem ausgewählt, weil Marleen hier sehr schön zeigt, dass sie den stellengerechten Umgang mit ihren Teilergebnissen hintergründig verstanden hat und dies auch, wie vom Lehrplan gefordert, erklären kann.
Alex 2
Alex macht hier im ersten Teil einen kleinen Fehler (35+2=27), der am ehesten als Rechenfehler einzuordnen ist und somit keinem typischen Fehler bei der schriftlichen Multiplikation zuzuordnen ist. Während der Addition seiner Teilergebnisse unterläuft ihm ein weiterer Fehler, der viel größere Auswirkungen auf das Endergebnis hat. Hier verliert er den Überblick bei der Addition der Teilergebnisse. Ihm ist die Notwendigkeit des stellengerechten Vorgehens bewusst, jedoch entsteht hier ein Stellenwertfehler aufgrund seiner ungenauen Notation der Teilergebnisse. Hier wäre es sinnvoll, wenn ihn die Lehrperson nochmals an eine saubere, stellengerechte Notation erinnert.