Eine Initiative der
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Analyse typischer Fehler

Melissa, 3. Klasse

Melissa zieht bei den Einern die kleinere Zahl von der größeren Zahl ab. Hätte sie die 2 als "noch abzuziehend" interpretiert und sie entsprechend von 20 subtrahiert, wäre ihre Rechnung und Notation vollkommen korrekt.

Mourice, 3. Klasse

Mourice zieht die Teilzahl 198 vom Minuenden ab. Oftmals sind Kinder wie Mourice der Meinung, sie müssen die 198 noch abziehen, da sie schließlich minus und nicht plus rechnen.

Anna, 4. Klasse

Bei Anna kommt es zu mehreren Fehlern gleichzeitig.

Zunächst subtrahiert sie von der 96 sowohl die 40 als auch die 1 getrennt und kommt damit zu den Zwischenergebnissen 56 und 95. Diese Zwischenergebnisse sind nicht falsch und könnten durchaus zur korrekten Lösung führen. Aber Anna darf sie dann nicht miteinander verrechnen. Hätte sie einfach von der 56 noch einen bzw. von der 95 noch 40 abgezogen, hätte sie eine korrekte Lösung gehabt. Sie ist anscheinend unsicher, wie sie mit den Zwischenergebnissen umgehen muss. Sie entscheidet sich dazu, die Differenz der beiden Zahlen 95 und 56 zu bestimmen.

Hierzu rechnet sie 90-50 und 6-5, d.h. sie subtrahiert konsequent die kleinere von der größeren Zahl. Hätte sie die Eins von 6-5 weiter subtrahiert, wäre ihre Rechnung vollkommen korrekt. Sie addiert die Eins aber zu den 40 hinzu und kommt so zu ihrem Ergebnis 41. Erst mittels der schriftlichen Suktration berechnet sie die Differenz von 95 und 56 korrekt. 

Letztlich ermittelt sie mit der halbschriftlichen Strategie "Stellenweise" das Ergebnis 55.

Im Nachhinein wäre es spannend gewesen, Anna zu fragen, welche ihrer Lösungen ihrer Meinung nach denn nun korrekt seien: 39, 41 oder 55 (vielleicht auch alle drei)?