Eine Initiative der
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1. Teil der Anna-Aufgabe

Die Auswahl der Schülerdokumente zeigt, dass das Spektrum der unterschiedlichen Lösungswege hinsichtlich des Materialgebrauchs und somit im Umkehrschluss der Fähigkeit, Würfelnetze mental überprüfen zu können, bei dieser Aufgabe breit gefächert sein kann. Den Kennzeichnungen der Kinder lässt sich entnehmen, ob sie die Netzformen mithilfe von Material oder im Kopf überprüft haben.

So löst Drita alle Würfelnetze mithilfe von Material. Anderen Schülern wie Serhat und Athiksha gelingt es hingegen bereits, einen Großteil der Würfelnetze im Kopf als richtig oder falsch auszumachen. Kay identifiziert sogar alle Würfelnetze in der Vorstellung.

Des Weiteren konnten Gatzka & Jungblut (2010) durch eine Auswertung der Schülerdokumente herausstellen, dass einige Netzformen für die Kinder leichter zu identifizieren sind als andere. So konnten die Würfelnetze  besonders häufig ohne Zuhilfenahme des Materials überprüft werden. Diese Auffälligkeit lässt sich möglicherweise auf die 4er-Struktur der Würfelnetze zurückführen. Die Strukturen der Netzformen divergieren, sodass daraus unterschiedliche Anforderungen resultieren, die sich darin äußern, dass einige Netzformen komplexere mentale Operationen (z.B. mehrfacher Richtungswechsel beim Zusammenfalten) erfordern als andere.

Anhand der Kennzeichnungen der Schüler kann die Lehrperson demzufolge indirekt Rückschlüsse auf das räumliche Vorstellungsvermögen der Kinder ziehen.